Hitziger Finallauf in Wittgenborn

Titelbild WAKC Wittgenborn 2021

Bei sonnigem- und sommerlichem Wetter reiste der Westdeutsche ADAC Kart Cup am vergangenen Wochenende zum Finallauf der Saison in Wittgenborn.

Die 1038 Meter lange Kartbahn im Herzen des hessischen Vogelbergs zwischen Frankfurt und Fulda sorgte dank vielen Kurvenpassagen und anspruchsvollen Streckenabschnitten nicht nur für höchste Konzentration der Fahrer, sondern vielversprechende und spannende Rennen der 69 Teilnehmer vor Ort. Für einige Klassen fiel aber auch die Meisterschaftsentscheidung sowie die Tickets für den Bundesendlauf Anfang Oktober in der Arena E in Mülsen.

Große Arbeit für die Rennleiter Andreas Ehm und Dominik Ramb sowie die Sportkommissare waren hier am Wochenende der wohl eher fade Beigeschmack.

 

ROK Mini: Tom Wickop setzt Siegesserie fort

Das WAKC Wochenende der ROK Mini stand ganz im Fokus um den jungen Tom Wickop, der an seine Erfolge bei den Regenrennen in Kerpen anknüpfen konnte. Im Qualifying „nur“ aus der zweiten Startreihe und dem dritten Startplatz in das Rennen gestartet, konnte der junge CRG Pilot aus Bottrop durch eine große Aufholjagd glänzen und bereits den ersten Lauf des Wochenendes sehr eng gefolgt von Tommie Lycklama a Nijeh auf dem ersten Platz beenden.

Mit optimaler Ausgangsposition in Rennen zwei, konnte sich Wickop aber auch im nächsten Lauf an die Spitze des Feldes setzen und sich den Doppelsieg eintüten. Erik Wiegel konnte im zweiten Rennen die zweite Position sichern, nachdem Lycklama a Nijeh etwas federn ließ und mit der Pace der Spitze nicht durchgehend mithalten konnte. Er beendete den zweiten Lauf auf dem dritten Platz vor Adrian Lorenz. Als bester Gaststarter der ROK Mini beendete Maxim Becker sein Wochenende auf dem fünften Platz der Tageswertung.

Tagesergebnis ROK Mini:

  1. [113] Tom Wickop | 40 Punkte
  2. [114] Erik Wiegel | 34 Punkte
  3. [108] Tommie Lycklama a Nijeh | 34 Punkte
  4. [107] Adrian Lorenz | 29 Punkte
  5. [117] Maxim Becker | 28 Punkte

 

X30 Junior: Jan Waibel dominiert vor Fischer und Ohsenbrink

In der Klasse der X30 Junioren war Jan Waibel an diesem Wochenende der junge Mann der Stunde. Obwohl der RMW Motorsport Pilot sowohl im freien Training als auch Qualifying gegen Lutz Ohsenbrink federn lassen musste, gelang Waibel durch starke Performance in den Rennen der Doppel- und Tagessieg. Aufgrund eines Ausfalls in der letzten Runde konnte Ohsenbrink den ersten Lauf nur auf dem Sammelfahrzeug beenden. Moritz Fischer von MPK Motorsport nutzte die Gelegenheit und konnte sich unmittelbar hinter Jan Waibel auf der zweiten Position einreihen. Im zweiten Lauf stark nach vorne gekämpft, reichte es für Lutz Ohsenbrink letztendlich nur für einen dritten Platz in der Tageswertung. Aufgrund von konstanten Zeiten und einer sauberen Fahrweise war es Fischer, der sich die zweite Position vor Ohsenbrink und Leo-Livius Arne Weber sicherte.

Tageswertung X30 Junior:

  1. [11] Jan Waibel | 40 Punkte
  2. [6] Moritz Fischer | 34 Punkte
  3. [8] Lutz Ohsenbrink | 33 Punkte
  4. [13] Leo-Livius Arne Weber | 16 Punkte

 

OK Junioren: Tagessieg für Enrico Förderer

Am vergangenen Wochenende konnten Enrico Förderer und Matti Klasen leider nur alleine die Klasse der OK Junioren vertreten. Im ersten Lauf gemeinsam mit den ROK Junioren gestartet und mit konstanten sowie schnellen Rundenzeiten den Laufsieg eingefahren, musste Förderer im zweiten Rennen bereits in der Formationsrunde sein Kart abstellen und das Rennwochenende vorzeitig beenden. Auch Matti Klasen hatte mit Problemen im zweiten Lauf zu kämpfen und konnte sich aufgrund eines Ausfalls nicht gegen Enrico Förderer durchsetzen.

Tageswertung OK Junior:

  1. [81] Enrico Förderer | 20 Punkte
  2. [33] Matti Klasen | 18 Punkte

 

ROK Junioren: Julian Konrad mit Doppelsieg, Moritz Haupenthal vom Pech verfolgt

Für Moritz Haupenthal lief das vergangene WAKC Wochenende alles andere als geplant. Nach einem dritten Platz im Qualifying, musste die Rennleitung diese Platzierung nachträglich streichen und den ROK Junior Fahrer an das Ende des Fahrerfeldes setzen. Grund hierfür war, dass sich Haupenthal nach der Session nicht im Parc Fermé aufhielt. Gefolgt von einer starken Aufholjagd und einem Ausfall im zweiten Lauf belegte Haupenthal nur den 8. Platz in der Tageswertung.

Ganz anders verlief das Wochenende für seinen Teamkollegen Julian Konrad. Mit einem Start aus der ersten Reihe sowie einem Doppelsieg konnte sich der Fahrer aus Sinzig auch den ersten Platz der Tageswertung eintüten. Platz zwei der Tageswertung belegte Kerim Apaydin von Dischner Racing, gefolgt von Curcio Rocco und Paul Rehlinger.

Tageswertung ROK Junior:

  1. [104] Julian Konrad | 40 Punkte
  2. [108] Kerim Apaydin | 34 Punkte
  3. [107] Curcio Rocco | 30 Punkte
  4. [105] Paul Rehlinger | 30 Punkte
  5. [101] Alexandra Buslei | 27 Punkte

 

Bambini: Lean Kircher vertritt die Waterswifts

Auch wenn die Bambini Klasse im Lizenzsport nicht weiter ausgeschrieben wird und durch die Mini abgelöst wird, hat der WAKC diese Motoren noch in der Wertung. So fand auch Lean Kircher den Weg nach Wittgenborn, um an diesem Wochenende seine Rennerfahrungen auszubauen. Als alleiniger Vertreter der Bambini Klasse konnte Kircher trotz einer Korridor Strafe (Lauf 1) in beiden Rennen die Ziellinie überqueren und am Ende des Tages mit 40 Punkten in der Tageswertung und einem Pokal nach Hause reisen.

Tageswertung Bambini:

  1. [2] Lean Kircher | 40 Punkte

 

Mini: Moritz Groneck mit dominantem Doppelsieg

Zwar durften wir an diesem Wochenende beide Groneck-Brüder in Wittgenborn begrüßen, den Tagessieg hingegen sicherte sich Moritz Groneck mit der Startnummer 55. Im Qualifying noch etwas zurückhaltend und von Platz drei gestartet, bewies der junge Fahrer aus Melle volle Konzentration auf seinem Kurs an die Spitze des Feldes. Mit knapp vier Sekunden Vorsprung, sicherte er sich in seinem Kart den ersten Sieg der Mini, gefolgt von Erik Wiegel und Arjen Kräling. Max Hezel musste aufgrund einer Korridor Strafe im ersten Rennen federn lassen und konnte das Rennen auf dem vierten Platz beenden.

Auch der zweite Lauf lief für das Team rund um Moritz Groneck voll nach Plan. Mit einem Start-Ziel Sieg in Lauf 2 sicherte er sich mit maximaler Punktzahl den Tagessieg vor dem Gaststarter Arjen Kräling und Max Hezel. Erik Wiegel hatte mit Problemen im zweiten Rennen zu kämpfen, weshalb am Ende nur ganz knapp ein vierter Platz für ihn heraussprang.

Tageswertung Mini:

  1. [55] Moritz Groneck | 40 Punkte
  2. [89] Arjen Kräling | 34 Punkte
  3. [4] Max Hezel | 31 Punkte
  4. [46] Erik Wiegel | 31 Punkte
  5. [21] Maxim Becker | 29 Punkte

 

ROK Senior: Ein unschlagbarer Fabian Böffel

Ohne Einfluss der OK Senioren durfte sich die ROK Senior Klasse am vergangenen Wochenende in ihren Sessions die Strecke für sich reservieren. Schnellster Fahrer war hier Fabian Böffel, welcher bereits im freien Training die schnellsten Zeiten in den neuen Asphalt der Strecke brennen konnte. Diese Leistung zog sich durch die gesamte Veranstaltung, wodurch sich der junge Fahrer aus Tholey im Saarland auch im Zeittraining die beste Startposition sicherte. Ein Doppelsieg in beiden Läufen rundete die Erfolgssträhne von Böffel mit einem Tagessieg der ROK Senioren vollständig ab. Ebenfalls schnell unterwegs war an diesem Wochenende Tim Miedl. Auch wenn dieser im ersten Lauf noch gegen Paul Koch federn lassen musste, konnte er sich nach dem Ausfall von Koch im zweiten Rennen direkt hinter Fabian Böffel platzieren und vor Justin Gerritz den zweiten Platz der Tageswertung sichern.

 

Tageswertung ROK Senior:

  1. [101] Fabian Böffel | 40 Punkte
  2. [105] Tim Miedl | 34 Punkte
  3. [102] Justin Gerritz | 31 Punkte
  4. [106] Paul Koch | 18 Punkte
  5. [108] Richard Seifert | 14 Punkte

 

X30 Senior: Schwieriges Wochenende – für Fahrer, Betreuer und vor allem Offizielle

Die vermutlich größte im Vorfeld kommunizierte Meisterschaftsentscheidung fand an diesem Wochenende in der Klasse der X30 Senioren statt. Hier waren noch alle Karten offen, wer am Ende den Meisterschaftssieg nach Hause bringt – hinzu handelt es sich bei den X30 Senioren um eines der diesjährig größten Starterfelder im WAKC.

Genug Beweggründe, um für die Gaststarter an diesem Wochenende ein gesondertes Briefing mit der Rennleitung zu arrangieren. Hier wurde kommuniziert, sich bitte aus Meisterschaftskämpfen aktiv herauszuhalten und durch das Handeln der Gaststarter nicht in die Entscheidung der Meisterschaftsstände einzugreifen.

Bereits im Qualifying mit den schnellsten Rundenzeiten unterwegs, konnten sich sowohl Max Ohsenbrink als auch Daniel Dragon die erste Startreihe für den ersten Lauf teilen. Diese Positionen konnten auch im gesamten Verlauf des ersten Rennens beibehalten werden, wodurch sich ein harter aber gleichzeitig fairer Zweikampf der beiden Fahrer an der Spitze des Feldes entwickelte. Letztendlich war es Daniel Dragon, der als erster Sieger der X30 Senioren vor Max Ohsenbrink in den zweiten Lauf startete.

Ein anderes Verhalten zeigte sich in den weiteren Reihen des Rennens. Hier lieferten sich zwei Fahrer einen harten Kampf auf der Strecke, der am Ende in einer Kollision mündete. Eine 5-Sekunden Strafe für einen der beiden Fahrer sowie eine Erklärung bei der Rennleitung waren die Folgen. Nach dem Rennen eskalierte die Situation und es kam zu unschönen Szenen im Bereich der Technik und des Parc Fermé. Die aufgebrachten Gemüter konnten erst durch das Einschreiten der Sportkommissare sowie einiger Offizieller beruhigt werden. In der Zwischenzeit haben sich die beiden Parteien auch schon wieder die Hand gereicht und so auf die Vorkommnisse reagiert. Allerdings wird derzeit ein entsprechender Bericht der Sportkommissare intern behandelt und an entsprechende Instanzen weitergeleitet.

Emotionen gehören zum Sport und sollen auch gezeigt und gelebt werden. Aber das Verhalten der beiden Teams bzw. deren Vertreter ist inakzeptabel und wird im Westdeutschen ADAC Kart Cup nicht toleriert. Tätliche Angriffe sowie Beleidigungen sind ein absolutes No-Go in unserem, aber auch in jedem anderen Sport und werden nicht akzeptiert. Die Sportkommissare werden alle notwendigen Schritte einleiten, um dieses Vergehen an der richtigen Stelle zu behandeln und in Zukunft zu unterbinden.

Bevor die X30 Senioren in den zweiten Lauf und der damit verbundenen Meisterschaftsentscheidung starteten, wurde das Fahrerfeld durch ein zusätzliches Briefing mit der Rennleitung und den Sportkommissaren unterrichtet. Hier wurde aufgrund des unsportlichen Verhaltens einiger Fahrer und deren Betreuer in Lauf 1 explizit darauf hingewiesen, das Rennen auffälliger Fahrer durch unsportliche Fahrweise im zweiten Rennen durch eine Rennleiterentscheidung und der schwarzen Flagge zu beenden.

Nachdem Max Ohsenbrink seine zweite Position nach dem Start federn lassen musste, setzte sich Daniel Dragon vor Tom Remmert und Jannik Remmert an der Spitze ab. Ohsenbrink versuchte, in den folgenden Runden an den beiden RMW Motorsport Piloten vorbeizukommen, hatte allerdings immer wieder mit der Wahl der richtigen Linie zu kämpfen. In der vorletzten Kurve vor Zieleinlauf setzte Ohsenbrink nochmals an und stach grob in die Seite von Jannik Remmerts Kart ein. Dies führte zur Kollision mit dem Tony Kart Pilot auf Platz 3 und dem damit verbundenen Ausfall für Remmert. Nach Überqueren der Ziellinie wurde Max Ohsenbrink vom Team KSL Kartsport Lehnert aufgrund der zuvor im Briefing angekündigten Folgen und der unfairen Fahrweise unmittelbar vor Rennende mit einer Disqualifikation und Nichtwertung in Rennen 2 bestraft.

Mit knapp 1,4 Sekunden Vorsprung konnte Daniel Dragon seinen Doppel- und Tagessieg nach Hause fahren, in der Tageswertung gefolgt von Tom Remmert und Elias Schorneck. Als bester Gaststarter platzierte sich in der Klasse der X30 Senioren Louis Klinkhammer vor Tobias Holzhäuser.

Tageswertung X30 Senior:

  1. [39] Daniel Dragon | 40 Punkte
  2. [69] Tom Remmert | 33 Punkte
  3. [47] Elias Schorneck | 28 Punkte
  4. [3] Enrico Gaffke | 27 Punkte
  5. [9] Louis Klinkhammer | 24 Punkte

 

KZ2: Marius Preibisch setzt sich durch

In Wittgenborn durfte der Westdeutsche ADAC Kart Cup glücklicherweise mehr KZ2 Piloten als in Kerpen begrüßen. Weiterhin hofft man für 2022 auch in der Getriebeklasse wieder um größeren Zuwachs, um für noch interessantere und spannendere Rennen sorgen zu können.

Zurück zum Rennwochenende, lieferten sich bereits vor dem ersten Rennen Marius Preibisch und der Gaststarter Rouven Wilk eine heiße Hot-Lap Challenge. Letztendlich war es Rouven Wilk, der sich im Qualifying durchsetzen konnte und die Pole Position vor Marius Preibisch und Luca Colella sicherte. Durch Probleme im ersten Lauf musste Wilk allerdings vorzeitig sein Kart abstellen und die verbleibenden sieben Runden nur zusehen, wie Marius Preibisch den Sieg in Lauf 1 nach Hause fuhr.

Im zweiten Lauf mit einer Aufholjagd, musste Rouven Wilk sein Fahrzeug in Runde 7 erneut vorzeitig abstellen – wirklich unglücklich für den Mach-1 Fahrer aus Oberderdingen. Mit nur wenig Vorsprung sicherte sich Preibisch knapp vor Luca Colella den Doppel-, Tages- und Meisterschaftssieg.

Tageswertung KZ2:

  1. [38] Marius Preibisch | 40 Punkte
  2. [11] Luca Colella | 36 Punkte
  3. [14] Maurice Schenk | 32 Punkte
  4. [12] Marcel Ernst | 30 Punkte
  5. [19] Rouven Wilk | 0 Punkte (2x DNF)

 

KZ2 Gentlemen: Starkes Wochenende für Rene Freisberg

Bereits im Qualifying im Sandwich der KZ2 Fahrer, konnte Rene Freisberg von RAVENOL Motorsport am Wochenende in Wittgenborn mit schnellen Zeiten glänzen. Der Mach 1 Pilot aus Idstein platzierte sich somit in der zweiten Startreihe der zusammengelegten KZ2 und KZ2 Gentlemen Klasse. Durch konstante Rundenzeiten und saubere Fahrweise dominierte er seine Klasse gleich in beiden Rennen und tütete den Tages- sowie Meisterschaftssieg vor Ian Walsh aus Irland ein. Dieser reiste für den WAKC Lauf extra aus seiner Heimat an und konnte für Parolin Deutschland an den Start gehen.

Tageswertung KZ2 Gentlemen:

  1. [55] Rene Freisberg | 40 Punkte
  2. [57] Ian Walsh | 36 Punkte

 

Die Ergebnisse des WAKC Laufs in Wittgenborn können über folgenden Link abgerufen werden:

https://www.wakc.de/wakc-6-wittgenborn/

 

Alle Meisterschaftsstände nach dem finalen WAKC Lauf können über folgenden Link abgerufen werden:

https://www.wakc.de/meisterschaft/meisterschaftsstand-2021/

 

Die Saison des Westdeutschen ADAC Kart Cups ist nach dem Lauf in Wittgenborn abgeschlossen. Das Organisationsteam sitzt bereits jetzt an der Planung und Verbesserung zu einer strukturierten und guten Durchführung der kommenden Saison 2022.

Vom 09. – 10. Oktober findet der Bundesendlauf in der Arena E in Mülsen bei Zwickau statt. Das Organisationsteam des WAKC wünscht allen Teilnehmern viel Erfolg!

 

Im Namen des WAKC entschuldigen wir uns bei allen Teilnehmern für die diesjährigen Terminverschiebungen und Probleme in Kommunikation und Durchführung der Veranstaltungen. Wir hoffen, alle eingeschriebenen Fahrer in einer geregelteren Saison 2022 wieder begrüßen zu dürfen.